AUFREGEND UNAUFGEREGT

VIKTORIANISCHER ALTBAU TRIFFT NEUEN ANBAU.
ARCHITEKTUR TRIFFT INTERIOR DESIGN.
Dublin. Wenige Kilometer außerhalb der trubeligen City, inmitten großzügiger und gepflegter Straßenzüge reiht sich ein klassischer Backsteinbau neben den anderen. Diese charmante grüne Vorstadtgegend ist – so scheint es zumindest beim Blick in die Auftragsbücher – der bevorzugte Schaffensradius von Roisin Lafferty, Gründerin und kreative Leiterin des Studios Kingston Lafferty Design (kurz: KLD). Das neueste Projekt, ein Schmuckstück aus viktorianischer Zeit, durchlief im letzten Jahr eine ziemlich radikale Transformation, die sich insbesondere durch einen außergewöhnlichen Anbau des Architekturbüros Noji Architects im hinteren Teil des Gebäudes bemerkbar macht.
Sonja Lukenda
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Als Real-Life Superhero setzt sich Laverne Cox bereits seit Jahren für LGBTQI+-Rechte ein. In ihrer Pride-Video-Kampagne „Rainbow Story“ inszeniert Soda Stream die Schauspielerin nun auch als animierte Superheldin.

RAUMGEFÜHL

DESIGN, DAS SOWOHL ÄSTHETISCH ALS AUCH FUNKTIONAL IST.
KUNST, DIE ÜBERRASCHT UND MATERIALIEN, DIE MIT DEM ALTER NUR NOCH SCHÖNER WERDEN.
Betritt man die Wohnung von Fie Paarup und Kasper Bjørke im Zentrum des hippen Kopenhagener Stadtteils Frederiksberg, spürt man sofort, dass dieser Ort eine besondere Atmosphäre atmet. Vor gut zehn Jahren zog das Paar aus einer kleineren in diese dreimal so große Wohnung. In dieser Zeit, und während die Welt um sie herum sich rasant veränderte, wurden sie Eltern von zwei Kindern. Auch deshalb sind den beiden Themen wie Nachhaltigkeit und ein respektvoller Umgang mit der Umwelt heute wichtiger denn je und – sowohl beruflich als auch bei der Gestaltung ihrer gemeinsamen Wohnung ...
Sonja Lukenda
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WOHN!DESIGN Ausgabe 03/2021

Es gibt Sie nur ein Mal.
Und so einmalig wie Sie sind, wollen Sie auch leben – unabhängig und individuell pflegen Sie den Stil, der Ihr Leben ausmacht.
Wir verstehen uns als Goldschürfer, Flaneur und Connaisseur – wir sind das Magazin mit dem besonderen Blick auf außergewöhnliche Menschen, Objekte, Orte.
Wir schürfen in den Minen der Angebote nach dem Besonderen, flanieren mit Ihnen durch die große Welt von Design und Kunst, sind Connaisseure für Kulinarik und Reisen – wir wollen Lust auf Genuss machen.
Wir sind konzernunabhängig und freien Geistes, wollen Sie informieren und unterhalten –immer auch mit einer Prise Humor für die Leichtigkeit.

RAUM-ZEIT-KONTINUUM

DIE INSEL DER GEGENSÄTZE ...
... DAS VERSTECKTE CAPRI DER RUHE UND ENTSPANNUNG
Capri, die Insel der Reichen und Schönen? Ja. Unter anderem. Doch seit jeher auch die der Schauspieler, Poeten und Dichter. Pablo Neruda etwa verschlug es im Exil sechs Monate auf die Insel im Golf von Neapel. Das war 1952. Berühmte Werke wie „Die Verse des Kapitäns“ oder „Zwanzig Liebesgedichte und ein Lied der Verzweiflung“ entstanden dort. Die beliebte Felseninsel lockt nach wie vor Tausende von Touristen, die meisten von ihnen bleiben nur für einen Tag. Abseits des Trubels, der sich durch die Gassen schiebenden Menschenmassen und der kitschigen Italo-Postkarten-Klischees gibt es noch ein Capri, das die meisten nicht kennen. Eines, das die Einwohner je nach Jahres- und Uhrzeit fast für sich haben. Neruda beschrieb es als „... dieses verborgene Capri, das man erst nach einer langen Pilgerreise betreten kann, wenn man das Etikett des Touristen abgelegt hat. Dieses volkstümliche Capri der Felsen, der winzigen Weinberge, der bescheidenen, fleißigen und einfachen Menschen, hat einen faszinierenden Reiz.“ Worte, die als Einladung oder vielmehr als eine Art Ermutigung zu verstehen sind, sich nicht abschrecken zu lassen und die authentischere Seite dieser Insel zu suchen, die für viele zum Synonym für Sonne und Urlaub geworden ist.
So auch für Fabrizio Verde, der Nerudas Worten viele Jahrzehnte später folgte und für sich und seine Familie ein Sommerhaus mit faszinierendem Charme auswählte.
Sonja Lukenda
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BIG BLUE

„WEISS UND SCHWARZ UND HOLZTÖNE.
DAZU DAS BLAU DES MEERES UND DAS GRÜN DER BÄUME UND PFLANZEN. DAS SIND DIE EINZIGEN FARBEN, DIE MAN BRAUCHT“ ...
Eingebettet in eine Traumkulisse in Blau schmiegt sich hoch oben über dem Meer eine Box aus Glas eng an den Felsen. Und es ist noch nicht einmal so sehr dieser exzeptionelle Blick auf den Pazifischen Ozean, sondern die absolute Abgeschiedenheit, die die Interior Designerin Pamela Makin und ihr Mann Reginald Byrne, Künstler und Bildhauer, hier in Down Under, am Bungan Beach nördlich von Sydney, genießen. „Es gibt keinen direkten Zugang von der Straße hinunter zum Haus. Das verstärkt das Gefühl, unseren eigenen Privatstrand zu haben. Dieser Platz ist wirklich eines der am besten gehüteten Geheimnisse in der Gegend“, sagt Makin ...
Daphna Ute Wildemann
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URBAN PHOTOSYNTHESIS

MITTEN IN MAILANDS HINTERHOF-JUNGLE
Anke Gungl
Zwischen schicken Boutiquen, stylischen Bars und imposanten Palazzi existiert ein Mailand der grünen Ruhe. Manchmal hat man das Glück, beim Flanieren durch die kilometerlangen Straßenzüge einen Blick hinter die schweren Eisentore werfen zu können – und entdeckt einen mit rankendem Grün überwucherten Innenhof. Nur einen Steinwurf von Architekturperlen wie der Villa Necchi Campiglio und Gio Pontis Palazzo e Torre Rasini entfernt, haben der Architekt Tiziano Vudafieri und seine Frau Catherine Vautrin solch ein Juwel für sich auserkoren. „Catherine war direkt Feuer und Flamme, als sie die leerstehende Glasfabrik im Hinterhof eines Durchgangsgebäudes aus dem frühen 20. Jahrhundert erspähte. Eine richtige Ruine. Alles dort war baufällig“, erinnert sich Vudafieri.
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GRAND GARDENING

DIE GÄRTEN DES ARNE MAYNARD
Daphna Ute Wildemann
Wohl kaum ein zweiter zeitgenössischer Gartengestalter versteht sich so hervorragend darauf, Gärten zu kreieren, die eine harmonische Atmosphäre zwischen dem Haus und der Umgebung schaffen, wie der Brite Arne Maynard. Seine Begabung: ein Gefühl für den Ort zu schaffen, fernab der Zeit und aller Moden.
Wir durchwandern die Gärten in seinen Büchern und Bänden, schwelgen in Farben und Formen, Symmetrien und Perspektiven, ohne den geringsten Anflug von Müdigkeit zu verspüren, weil jeder Garten sich, so wie er ist, perfekt anfühlt. Wie dieser Kunstgriff gelingt, wollen wir am Beispiel einiger wichtiger Gärten zeigen und verabreden ein Interview mit dem zugänglichen Waliser. „Ich war schon immer ein Gärtner, Design ist nur ein Zusatz“ …
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WIE GEMALT

… liegt dieses ehemalige Müllerhaus inmitten der ländlichen Idylle.
Stephan Demmrich
„Im 19. Jahrhundert stand neben diesem Haus noch eine Windmühle, und der Müller lebte hier“, erzählt Philip Feyfer. Leider hat das vorindustrielle Kraftwerk nicht überlebt. Industriemaschinen ersetzten die Power der Natur und versorgten ein großes Gebiet im Umland von Brüssel mit Mehl. „Später, im Zweiten Weltkrieg, wurde der Bauernhof stark beschädigt und in den Fifties teilweise wieder aufgebaut.“ Dann kam der Kunsthistoriker, Galerist und Consultant und ließ keinen Stein auf dem anderen …
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WALKER TOWER

212 West 18th Street, New York
Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind mitten in Big Apple. Sie betreten ein emblematisches Gebäude aus der Art-déco-Zeit, den Walker Tower. Sie steigen in den Fahrstuhl und sausen nach oben in eine der tollsten Wohnungen mit Blick auf die New Yorker Skyline – und das alles lässt Sie so kalt, wie der eisige Wind der derzeit draußen bläst. Denn Sie sind Design-Fan und verrückt nach Einzelstücken und Kleinserien mit der Handschrift der Besten. Willkommen in der temporären Galerie Philia, die es sich zum Programm gemacht hat, europäisches Design an verschiedenen erstklassigen Standorten zu präsentieren. In New York gastieren die Betreiber in einem neu entwickelten Komplex von Luxuswohnungen, der die perfekte Kulisse für das herausragende Angebot der Galerie bietet: Vertreten sind unter anderem Arno Declercq aus Belgien, Fino Prydz aus Norwegen sowie die Franzosen Gildas Berthelot, Jérôme Pereira und Alain Ellouz.
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CYBERSPACE

Follow, Comment, Like: Paolo Stella und die vermutlich öffentlichste Wohnung Italiens
Alice Ida / Anke Gungl
Der Italiener Paolo Stella ist Lifestyle-Influencer, Webstratege, Schriftsteller und beherrscht die breitgefächerte Klaviatur von Instagram, Twitter und Co. aus dem Effeff. „Er verkörpert das Bild des neuen, digitalen Menschen: immer online, gerade jetzt während des Lockdowns“, erzählt Ludovica Serafini, Architektin und Gründerin des Studios „Palomba Serafini Associati“, das sie zusammen mit ihrem Mann Roberto Palomba führt. Stella beauftragte Serafini mit der Neugestaltung seines Apartments in einem Mailänder Palazzo aus dem 19. Jahrhundert. „Dies ist mit Abstand die »öffentlichste« Wohnung und das ungewöhnlichste Projekt, an dem wir bisher gearbeitet haben“, sagt Serafini.
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PATOU

EIN KLASSIKER NEU DEFINIERT
Stephan Demmrich
Jean Patou (1887-1936) öffnete sein erstes Modehaus mit 23, gründete die Marke 1912 und revolutionierte als „elegantester Mann Europas“ die Damenmode. Zu seinen Kundinnen gehörten Josephine Baker, Louise Brooks, die Mistinguett, Tennislegenden wie Suzanne Lenglen und Music-Hall-Stars wie die Dolly Sisters. Nach Patous frühem Tod sah die Mode-Institution einen illustren Art Director nach dem anderen, darunter Lagerfeld, Gaultier und Lacroix. Und nun?
Willkommen zu dem Patou unter der künstlerischen Leitung Guillaume Henrys.
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GENUSS

WENN MAN SICH STATT EINER FLASCHE GLEICH DEN GANZEN KELLER LEISTET
Sonja Lukenda
Bartolomeo Gherardini, seinerzeit Generalauditor von Siena und 1674 im Auftrag von Cosimo III. de’ Medici zu Besuch in Montalcino, beschrieb das Gut Argiano „geschätzt der schönste Landpalast, der im Staat Siena liegt.“ Keine 100 Jahre alt war die von Giovanni di Lelio Pecci entworfene Villa etwa 31 Kilometer südöstlich der Provinzhauptstadt Siena zu diesem Zeitpunkt. Das Anwesen war seitdem Sitz verschiedener Adelsfamilien und auch heute, mehr als vier Jahrhunderte später, ist Argiano oder auch „Bell ́Aria“ (wegen der damals schon hervorragenden Luftqualität) einer der bedeutendsten Landhauskomplexe der Region, wenn nicht gar darüber hinaus. Diesen Status verdankt es nicht zuletzt seinem Weinkeller, bei dessen Anblick dem Besucher – und dafür legen wir glatt die Hand ins Feuer – der Atem stockt.
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„I HAVE A THING FOR PASTA”

Anna Björkman
“First of all, I’m picky about my tomato sauce. The tomatoes have to taste the way they do in Italy. Garlic - tons of garlic - onion, chili, olive oil, salt, pepper, rosemary, and thyme. I roast it in the oven, at 150 degrees, for quite a long time before I add balsamic vinegar, oil, and of course, a few sips of good wine - red or white, depending on what I have at home. Last but not least, I add honey and leave it in the oven to ma- rinate; again, for quite a while, stirring occasionally. Et voilà! The perfect dinner: served with pasta and a generous amount of parmesan.“
Eine Liebesgeschichte, festgehalten in Fotos.
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LET THERE BE LIGHT

Daphna Ute Wildemann
Wer von Licht mehr will, als nur hell, ist hier richtig. Begleiten Sie unsere Redakteurin Daphna Ute Wildemann auf ihrem Streifzug durch die Designstudios in Europa, Amerika und Kanada. Als kleinen Vorgeschmack hier Giopato & Coombes mit Entwurf „Cirque“,
zu dem die Designer Cristiana Giopato & Christopher Coombes durch die atemberaubenden Künste von Akrobaten unterm Zirkuszelt inspiriert wurden. Die Lichtkapseln aus geripptem Glas mit verborgenen Lichtleitern aus der Automobilindustrie streuen das Licht über die gesamte Länge der Leuchte und verbinden die LEDs, die am Ende der Leuchtkörper integriert sind. Aus miteinander verbundenen Cirque-Elementen entstehen Kronleuchter, die ebenso klassisch wie futuristisch sind. Wir haben die beiden Kreativen schon länger im Blick. Und haben nicht vor, das zu ändern.
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GEGENSÄTZE

… ziehen sich nicht immer von selbst an.
Sonja Lukenda
Wie gelingt es, einen eleganten viktorianischen Backsteinbau von 1913 würdevoll mit einem gänzlich konträr wirkenden Anbau aus Sperrholz zu verbinden? Geht nicht? Das gilt nicht. Zu- mindest nicht für die Mädels des Dubliner Interior Design Studios Kingston Lafferty Design – kurz: KLD.
Mit Hilfe von gekonnt eingesetzter Farb- und Formensprache verwandelten sie dieses Haus in ein harmonisches Ganzes. Es ist weich, feminin, geschmeidig und verspielt, wirkt jedoch trotzdem reif und erwachsen. „Nichts an diesem Haus nimmt sich selbst zu ernst, es ist leichtherzig und gleichzeitig komplex und durchdacht“, so Lafferty, und ergänzt: „Es besteht kein Zweifel daran, dass, egal wie schlecht gelaunt Sie dieses Haus betreten, die sanften und harmonischen Töne Ihnen garantiert den Tag versüßen werden!“
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